Mit Ralph Hermann tritt am Sonntag der neue Hülbener Pfarrer sein Amt an. Künftig ist er für 2200 evangelische Christen im Ort verantwortlich. Zusammen mit ihnen will er die Gemeinde weiterentwickeln.
Die Alb hat sich in den vergangenen Tagen von ihrer schönen Seite präsentiert und entbot der neuen Hülbener Pfarrfamilie damit einen besonderen Willkommensgruß. Vergangene Woche sind Sabine und Ralph Hermann mit ihrem dreijährigen Sohn David ins renovierte Pfarrhaus eingezogen. Die beiden Töchter der Familie sind nicht mit auf die Alb gekommen. Sarah (20) steht beruflich auf eigenen Beinen, die 18-jährige Kathrin schreibt demnächst ihr Abitur, weshalb ein Schulwechsel ausgeschlossen war.
Mit der Amtseinsetzung von Ralph Hermann am Sonntag endet für die evangelische Kirchengemeinde eine recht kurze Vakatur. Dass sich der 46-jährige Hermann für die Gemeinde auf der Alb entschieden hat, ist nicht zuletzt dem Engagement der Hülbener zu verdanken. Noch bevor die Pfarrstelle ausgeschrieben worden ist, hat Ralph Hermann einen Anruf aus dem Ort erhalten. Ob er sich vorstellen könne, Seelsorger auf der Alb zu werden? Im Laufe des Gesprächs fiel auch der Satz, die Gemeinde strebe eine Erneuerung an. "Diese Aussage", erinnert sich Hermann, "hat mich elektrisiert." Schließlich gehört er dem Arbeitskreis für geistliche Gemeindeerneuerung an, deren Mitglieder sich der charismatischen Bewegung zurechnen.
Neun Jahre lang war er Vorsitzender des Arbeitskreises. Ein Amt, das er gerne weiter ausgeübt hätte, wie er sagt. Allerdings wollte er der Familie Priorität einräumen, schließlich sei sein Sohn noch klein. Zum anderen habe der Vorsitzende viele organisatorische Fragen zu regeln, er hingegen wolle sich lieber der praktischen Seelsorge widmen. Denn dieser Aspekt seiner Arbeit ist ihm seit dem Studium der liebste, wie er erzählt. Seine theologische Ausbildung hat er unter anderem an den Universitäten Heidelberg, Tübingen und Wien erhalten. In der österreichischen Hauptstadt verbrachte er ein Semester. Das dortige evangelische Seminar legte dabei unter anderem einen Schwerpunkt auf die Psychologie, kein Wunder in der Stadt Sigmund Freuds, wie Ralph Hermann sagt.
Die Vikarszeit verbrachte er in Staig bei Ulm, später war er in einer Schwarzwaldgemeinde tätig. Die vergangenen zehn Jahre stand er als Pfarrer den 1750 evangelischen Christen in Abstatt vor, einer Gemeinde im Landkreis Heilbronn. Außerdem war Hermann Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Abstatt. Sein Dienst beschränkte sich allerdings nicht nur auf die Brandbekämpfung oder auf die Hilfeleistung bei Unfällen. Zusätzlich war Hermann als Notfallseelsorger tätig. In dieser Eigenschaft wurde er von seinen Kameraden zu Hilfe gerufen, wenn es galt, Unfall- oder Brandopfern sowie deren Angehörigen beizustehen.
Seinen Feuerwehrhelm hat Ralph Hermann mit nach Hülben gebracht, auch auf der Alb würde er gerne weiter mit den Brandbekämpfern ausrücken, wie er Kommandant Gabriel Greiner bereits mitgeteilt hat. In seiner neuen Gemeinde ist ihm zuerst "die schöne, helle, warme Kirche" aufgefallen, die Platz für viele Gläubige bietet. Nun möchte er gemeinsam mit dem Kirchengemeinderat und den Gemeindegliedern Bewährtes gestalten und Neues anpacken. "Vieles ist schon angedacht", sagt Hermann, "aber noch nicht richtig angelaufen." Ein besonderes Augenmerk will er zudem auf den Konfirmandenunterricht legen. Als Religionslehrer wird er zunächst wohl an der Grundschule in Wittlingen tätig sein, da nach dem Weggang von Siegbert Ammann diese Stelle unbesetzt ist.
Seinen ersten Gottesdienst in Hülben wird Ralph Hermann am Sonntag ab 10 Uhr in der Hülbener Christuskirche halten. Im Anschluss gibt es einen Empfang im Gemeindehaus, bei dem auch Grußworte gesprochen werden.
quelle: http://www.swp.de/metzingen/lokales/alb-neckar/art5684,702345
Alle vier Jahre ist das Karlskapitel des Dekanats Nidwalden Wahlkapitel. Glücklicherweise stellte sich der gesamte Vorstand für eine Wiederwahl zur Verfügung. Generalvikar Martin Kopp leitete die Dekanenwahl, die jeweils schriftlich erfolgt. Pfarrer David Blunschi, Stans, wurde ohne Gegenstimme wiedergewählt, und der grosse Applaus war Zeichen der Dankbarkeit für seine grosse und nicht immer einfache Arbeit. Dekan Blunschi dankte der Versammlung für das Vertrauen und die Unterstützung seiner Arbeit, besonders jener seiner Kolleginnen und Kollegen im Vorstand. Auch sie wurden alle mit Applaus für weitere vier Jahre gewählt: Idamia Herger (Beckenried), Markus Elsener (Stans), Erich Lehmann (Wolfenschiessen) und Robi Weber (Hergiswil). Die beiden Rechnungsrevisoren, Franz Bircher (Obbürgen) und Arthur Salcher (Stansstad), wurden in ihrem Amt bestätigt. Christina Bosoppi-Langenauer (Büren, bisher), Silvia Brändle (KAN, bisher) und Josef Zwyssig (Buochs, neu) bilden die Pastoralplanungskommission. Die Versammlung nahm die Wahl von Markus Blöse (Ennetmoos) in den diözesanen Rat der Laientheologinnen, Laientheologen und Diakone zur Kenntnis.
Ein Pfarrer, der wegen eines sexuellen Kontaktes zu einer Ministrantin im April in den Ruhestand versetzt worden war, wird wieder in die Seelsorge einbezogen. Wie die Diözese Würzburg mitteilte, wird die als Strafe gedachte Ruhestandsversetzung des 64-Jährigen aufgehoben. Er erhält die seelsorgerische Leitung des Emmaushofes in Gauaschach (Landkreis Bad Kissingen), einer Wohn- und Lebensgemeinschaft für Menschen aus Randgruppen der Gesellschaft. Ziel der Wohngemeinschaft sei ein straf- und drogenfreies Leben.
Zur Verstärkung sucht das Team des KJT jetzt weitere ehrenamtliche Mitarbeiter für den telefonischen Beratungsdienst. Deshalb lädt der Kinderschutzbund alle Interessierten zu einer Informationsveranstaltung für Donnerstag, 28. Oktober, um 19.30 Uhr, ein. Die Veranstaltung ist in der Geschäftsstelle des Kinderschutzbundes Schaumburg in Stadthagen, Bahnhofstraße 27. Gesucht sind nach Angaben des Kinderschutzbundes Menschen, die Zeit für die Jugendlichen haben, gut zuhören können, Lust haben, Neues zu erlernen, und Spaß daran haben, gemeinsam mit jungen Menschen Lösungen zu suchen und zu finden.