Archiv für die Kategorie ‘Kinderhilfe’

„Teens on Phone“-Hotline

Sonntag, 07. November 2010

Trotz der Fülle an Informationen, die man mittlerweile in der weiten Welt des Internets finden kann, trotz der Fragen und Meinungen, die man dort in Blogs und Diskussionsforen zu allen möglichen Themen stellen und diskutieren kann, trotz dieses weltweiten Austausches, den man anonym und ohne Hemmungen betreiben kann – das Bedürfnis nach persönlichem Kontakt und einem offenen Ohr ist trotz aller kulturkritischer Unkenrufe nach wie vor hoch.

Und zwar gerade bei Jugendlichen, die ja eigentlich das Internet sehr intensiv nutzen. Das beweist das Münchner Angebot „Teens on phone“, deren Anzahl der Beratungen seit dem Start 1997 ständig zugenommen hat. Eines der „Erfolgsgeheimnisse“ ist sicher, dass hier Gleichaltrige den Anrufern auf Augenhöhe zuhören und helfen. Von Mensch zu Mensch.

Denn Ratgeber und Experten, echte und selbsternannte, sprechen ja schon zuhauf zu uns, im TV, Internet oder im Buchladen. Manchmal helfen die Tipps und Tricks für ein besseres Leben ja auch. Doch oft ist das Gegenteil der Fall: Die Verunsicherung wird noch größer, der Zwang zur Perfektion auch, denn unsere Welt suggeriert: Für jedes Problem gibt es eine Lösung, sofort. Aber so einfach ist das alles nicht, seit jeher beschäftigen uns die gleichen Krisen und Fragen. Was dagegen am besten hilft? Sein Herz auszuschütten, auch mal eine Umarmung und das echte Interesse von jemandem, dem man sich ohne Scheu anvertrauen kann. So seh ich das!

quelle: http://www.wochenanzeiger.de/article/103844.html

Nummer gegen Kummer

Samstag, 30. Oktober 2010

Kim, Helena, Aline und Tobias bekommen am Telefon manchmal Dinge zu hören, mit denen selbst ein Erwachsener Schwierigkeiten hätte, umzugehen. Und dabei sind die vier ehrenamtlichen Mitarbeiter von „Teens on Phone“ (TOP) erst zwischen 16 und 20 Jahre alt. Immer samstags sitzen sie an der TOP-Hotline und helfen Jugendlichen, die ihnen telefonisch ihr Leid klagen.

Von sexuellem Missbrauch, Gewalt in der Familie, Gedanken an Selbstmord, schlechten Schulnoten bis hin zu ersten sexuellen Erfahrungen – keines dieser Themen ist den vier ehrenamtlichen Telefonberatern fremd. Kim (17) hatte schon mal einen Jugendlichen am Telefon, der sich umbringen wollte und mitten im Gespräch einfach aufgelegt hat. Die Erleichterung bei der 17-Jährigen war riesengroß, als sich der Junge später wieder bei ihr gemeldet hat. „Schön, er lebt noch“, hat Kim damals gedacht. Helena (17) hatte einen Gesprächspartner, dessen Freund bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist.

Auch wenn die Probleme, die die Jugendlichen am Telefon mitbekommen, manchmal schwer zu ertragen sind, machen die vier den Gesprächsdienst gerne: „Man hilft anderen sehr“, sagt Helena. Das verschaffe einem schon eine gewisse innere Befriedigung. Und Kim findet, dass die Menschen sich heutzutage sowieso sehr (weiterlesen…)

Kinderschutz Mecklenburg-Vorpommern

Freitag, 06. August 2010

Seit dem ersten Februar 2008 gibt es in Mecklenburg-Vorpommern eine landesweite Kinderschutz-Hotline. Unter der Telefonnummer 0800 – 14 14 007 können sich die Menschen rund um die Uhr an die Mitarbeiter der Hotline wenden. Auf Wunsch können die Anrufer auch anonym bleiben. Die Mitarbeiter an der Hotline sollen nicht die Arbeit von Polizei und Jugendamt ersetzen, sie machen ein zusätzliches Angebot.

Die Kinderschutz-Hotline ist am Landesamt für Gesundheit und Soziales angesiedelt. Mitarbeiter des dortigen Landesjugendamtes sitzen an den Telefonen. In der Nacht, an den Wochenenden und an Feiertagen betreut der ASB Rostock die Hotline. Zuständig für Jugendhilfe und auch für Kinderschutz sind die kommunalen Jugendämter. Damit das Landesamt für Gesundheit und Soziales dennoch eine Kinderschutz-Hotline betreiben kann, wurden zuvor mit den einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten Kooperationsvereinbarungen geschlossen.

Nummer gegen Kummer

Mittwoch, 04. August 2010
Mehr Anrufe bei „Nummer gegen Kummer“. Weltweit machen Kinder- und Jugendtelefone am 17. Mai auf ihre Arbeit aufmerksam.

Nummer gegen KummerIn über 100 Ländern wird der so genannte „International Child Helpline Day“ (CHD) veranstaltet. Auch hierzulande suchen immer mehr Heranwachsende Hilfe bei „Nummer gegen Kummer“. Allein 2009 wurden dort über 800.000 Anrufe registriert und über 200.000 Beratungsgespräche geführt. Angesichts der stark gestiegenen Nachfrage zu Online-Problemen hat das „Nummer gegen Kummer“-Netzwerk sein Beratungsangebot erweitert: Auch Opfer von Cybermobbing, Datenklau im Internet oder anderen Web-Sorgen finden jetzt unter den kostenfreien Telefonnummern 0800 – 111 0 333 und 116 111 fachkundige Hilfe.

Weltweit setzen sich die so genannten „Helplines“ (Sorgentelefone) dafür ein, dass kein Kind mit seinen Sorgen allein gelassen wird. Jeder soll im Notfall eine Nummer anrufen können, wo ihm zugehört und geholfen wird. So lautet die Forderung zum „Internationalen Tag der Kinder- und Jugendtelefone“, der jedes Jahr am 17. Mai stattfindet. Initiiert wurde der Aktionstag 2007 von einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen, dem internationalen Dachverband der Kinder- und Jugendtelefone (Child Helpline International/CHI) sowie der Internationalen Telecommunication Union (ITU). Die „Helplines“ sind in allen Ländern ein wichtiges Angebot, um mit Rat suchenden Kindern in Kontakt zu kommen.

Hierzulande machen Leistungsdruck und Zukunftsangst Kindern und Jugendlichen zu schaffen. Ärzte und Psychologen schlagen Alarm, denn sie beobachten unter Heranwachsenden einen Zuwachs an depressiven Erkrankungen. Erste Hilfe für Verzweifelte gibt es bei „Nummer gegen Kummer“. Mit Alltagssorgen und in Krisensituationen finden sie dort immer ein offenes Ohr. Auch die wachsende Bedeutung von Onlinenetzwerken für Kinder und Jugendliche greifen die Beraterinnen und Berater am Telefon und per Internet auf. Wer im Netz mit sexueller Belästigung konfrontiert ist oder sich hingezogen fühlt zu Communities in denen selbst gefährdendes Verhalten – etwa Magersucht oder „Ritzen“ – propagiert wird, findet dort ebenfalls Hilfe. Neben Erwachsenen sind unter den speziell geschulten Fachleuten an jedem Wochenende Jugendliche zu erreichen. Samstags heißt es an der „Nummer gegen Kummer“ von 14.00 bis 20.00 Uhr „Jugendliche beraten Jugendliche“.

Seit genau 30 Jahren gibt es Nummer gegen Kummer e.V., den Dachverband für die derzeit 94 lokalen Träger, die Beratung am Kinder- und Jugendtelefon anbieten. Es handelt sich dabei um örtliche Verbände des Deutschen Kinderschutzbundes e.V. sowie anderer Wohlfahrtsverbände. Das Netzwerk stellt das deutschlandweit größte kostenfreie, telefonische und anonyme Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und Eltern und andere Erziehungsverantwortliche am Elterntelefon 47 Standorte. Die ehrenamtlich engagierten Beraterinnen und Berater unterstützen die Anrufenden durch Hilfe zur Selbsthilfe. Zur Finanzierung bemühen sich der Nummer gegen Kummer e.V. und die lokalen Vereine um Spenden von Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen. „Nummer gegen Kummer“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und unterstützt durch die Deutsche Telekom. Sie ermöglicht unter anderem, dass für Hilfesuchende die Anrufe aus allen Netzen kostenfrei sind.

Weitere Informationen unter: www.nummergegenkummer.de

Quelle:http://www.nummergegenkummer.de/de/Nummer-gegen-Kummer/Presse/Pressemitteilungen__371/ContentDetail__798/