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Palliativversorgung – Seelsorge und Medizin kooperieren

Freitag, 03. Dezember 2010

Mit der „Palliativversorgung“ griffen die Berger und Bippener Landfrauen ein aktuelles Thema auf. Vorsitzende Hanni Tolle hieß als Referenten Gerhard Klues und Schwester Agnes vom Elisabeth-Krankenhaus Thuine willkommen.

Gerhard Klues ist seit 30 Jahren als Krankenpfleger im Beruf und hat auf dem Gebiet der Palliativversorgung viele Erfahrungen gesammelt. Er ist als Koordinator und Pflegedienstleiter tätig. Schwester Agnes arbeitet seit zwei Jahren in der vor fünf Jahren eingerichteten Palliativstation in Thuine.

Die beiden Referenten informierten vor allem über die Arbeit der Station. Zunächst betonten sie aber, dass es nicht nur darum gehe, „dem Leben mehr Tage zu geben“, sondern darum, die „Symptome zu lindern, auch mit den Mitteln der Medizin und der Seelsorge“. Die am 1. Juli 2005 eröffnete Station arbeitet dabei nicht nur stationär. Auch ambulante Hilfe ist möglich. Für die Arbeit stehen sechs Einzel- und ein Doppelzimmer zur Verfügung.

Seit Juli 2006 wird der Palliativstützpunkt südliches Emsland im Elisabeth-Krankenhaus vom Land Niedersachsen gefördert. Vor zwei Jahren wurde dann der ambulante Palliativpflegedienst eingerichtet. Seit November 2009 verfügt er über Fahrzeuge, um jederzeit, besonders an Wochenenden, den Betroffenen helfen zu können. Der Dienst ist rund um die Uhr erreichbar.

Weiterhin gingen die Referenten auf das Ziel ihrer Arbeit ein. Vor allem die psychischen, sozialen und seelsorgerischen Bedürfnisse des Menschen stünden im Mittelpunkt. Dazu gehöre auch, den Tod als Teil des Lebens zu akzeptieren.

Die Referenten gaben weiterhin einen Einblick in den Tagesablauf auf der Station. Der Rhythmus werde den Bedürfnissen des Patienten angepasst, Wünsche nach Möglichkeit erfüllt, hieß es. Hierzu gehörten Massagen und Bäder ebenso wie Essen nach Wunsch. Ein lebhaftes Frage-und-Antwort-Spiel schloss sich an. Deutlich wurde dabei, dass die Station überkonfessionell arbeitet.

quelle: http://www.noz.de/artikel/49026572/seelsorge-und-medizin-kooperieren